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Unser hübscher Bundy sucht ein Zuhause

Tierschutzverein Lemuria e.V.
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Mittelmeerkrankheiten

Dirofilariose (Herzwürmer)

Die Dirofilariose ( Herzwürmer) ist eine parasitäre Krankheit der Hunde, eher selten auch bei Katzen. Sie ist nur schwer zu behandeln und verläuft oft tödlich. Sie kommt vor allem in Nordamerika vor, ist aber auch im Mittelmeerraum (vor allem in Italien, Griechenland und Südfrankreich), den Kanarischen Inseln, in Portugal und den tropischen und subtropischen Gebieten verbreitet. Einzelfälle wurden auch in Ungarn und im Tessin beobachtet, weshalb insbesondere Hunde bei Urlaubsreisen in diese Regionen ansteckungsgefährdet sind.
Erreger:
Der Erreger der Dirofilariose ist die Filarienart Dirofilaria immitis. Diese Parasiten sind obligat zweiwirtig. Ein Teil des Entwicklungszyklus, vom Larvenstadium 1 bis 3 (Mikrofilarien), verläuft in Stechmücken. Bislang wurden über 70 Stechmückenarten als Träger nachgewiesen, allerdings nicht die in Mitteleuropa heimischen Arten. Die Stechmücke überträgt beim Saugakt diese Mikrofilarien auf den Wirt.

In der Unterhaut erfolgt die Entwicklung zum Larvenstadium 4. Diese wandern über die Muskulatur in die Blutgefäße ein und entwickeln sich innerhalb von 3 bis 4 Monaten zu den erwachsenen Herzwürmern (Makrofilarien). Die erwachsenen Herzwürmer sind etwa 1 mm dick und 20-30 cm lang und siedeln sich vor allem in der rechten Herzkammer und den von dort in die Lunge führenden Arterien an. Etwa 6 Monate nach der Infektion bilden die Weibchen wiederum Mikrofilarien (Larve 1), die mit dem Blut in kleinere Blutgefäße gelangen und gegebenenfalls von Mücken beim Saugakt wieder aufgenommen werden.

Diagnose:
Die Diagnose kann durch eine mikroskopische Untersuchung von Kapillarblut oder einen Knott-Test auf Mikrofilarien erfolgen, die Nachweissicherheit beträgt aber nur etwa 75 %.Die Blutentnahme sollte hierbei in den Morgen- oder Abendstunden erfolgen, da sich die Mikrofilarien dann in den Blutgefäßen dicht unter der Haut aufhalten.

Bei ca. ¼ der infizierten Hunde findet man keine Mikrofilarien.
Dieser Zustand wird als okkulte Dirofilariose bezeichnet. In der Regel wird der (Antigen-)Nachweis der adulten Herzwürmer im Labor aus Serum über einen ELISA durchgeführt.
Dieser Test ist jedoch erst 4-6 Monate nach einer möglichen Infektion aussagekräftig.

Behandlung:
Die Therapie ist kompliziert, da Herzwürmer zwar für Wirkstoffe wie Diethylcarbamazin oder Melarsamin prinzipiell empfänglich sind, aber bei stärkerem Befall eine Thrombose oder eine schwere anaphylaktischen Reaktion infolge des massiven Absterbens von Mikrofilarien entstehen kann. Die Behandlung mit Levamisol kann bei Hunden ebenfalls schwere Nebenwirkungen hervorrufen. Die operative Entfernung der Herzwürmer ist ebenfalls risikobehaftet und nur in spezialisierten Kliniken möglich.

Wegen der Probleme bei der Therapie ist die Vorbeugung um so wichtiger.